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4 Kommentare

  1. 1

    AeltererKnecht

    Die alte Saaletal-Brücke über den Lehestenbach und die Saale, im Zonengrenzbereich zwischen Bayern und Thüringen, wurde sie damals, ich denke es war Anfang März 1945, gesprengt um den Amis das einfache vordringen ins Land des blauen Goldes zu erschweren. Ich selbst hatte seinerzeit, im Jahre 1935 das Vergnügen, als knapp sechsjähriger mit meinem Vater zu dieser Baustelle reisen zu können. Mein Vater, Maschinenbau-Ingenieur, hatte damals eine Arbeitsstelle bei einer Hoch- und Tiefbaufirma, die dem Unternehmen Todt unterstellt, diese Brücken baute. Selbstverständlich baute „seine Firma“ nicht alle, aber einige und zu denen zählte diese Lehesten-Brücke. Später dann war sie „Symbol“ für den Eisernen Vorhang und die Zerschlagung des Deutschen Reiches. Ich bewahre so diese Bilder der Vergangenheit in meinem Hirnkastel für die Ewigkeit. Bilder die mich zutiefst berühren. 😉

    Ich habe keine Ahnung, ob der „Reichspylon“ noch auf der westlichen Seite der Aufahrtrampe steht, die Auffahrten jedenfalls sind wohl kaum verändert!

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    1. 1.1

      Trutzgauer-Bote.info

      Hier für Dich ein Bild der alten Saaletalbrücke Jena

      http://de.wikipedia.org/wiki/Saaletalbr%C3%BCcke_Jena

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  2. 2

    Dietmar Fürste

    Wenn man mehr als 30 Jahre (bis 1990) in dieser Stadt gelebt hat, erkennt man ihre Silhouette sofort und sieht, dass die Umrisse dem aktuellen Stand entsprechen.

    Heute ist mir die alte Heimat eher fremd geworden, nachdem ausgerechnet NACH dem Ende der DDR die alten Seilschaften aus Stasi und SED schon längst ihre Connections mit den neuen Herren geknüpft hatten.

    Zur Sicherung ihrer neuen, üppigen Pfründe verbauten sie Parteilosen, denen sie schon früher wegen Westverwandtschaft jede berufliche Zukunft mit Verleumdungen und Nötigungen abgeschnitten hatten, nun erst recht jeden Zugang zu einem Aufstieg, der nur für ihresgleichen freigehalten wurde.

    Plötzlich schossen GmbH aus dem Boden, gegründet mit den ‚verschwundenen‘ Geldern aus der Patteikasse, wochenlang wurden nächtens Stasi-Akten geschreddert, während man sich den neuen Chefs aus dem Westen, die die Treuhand in die Großbetriebe gelassen hatte, hinter verschlossenen Türen beflissen andiente – schließlich würden die ja jemanden benötigen, der hier „Bescheid wisse“.

    Mit einem Schlag war das Betriebsklima noch schlimmer geworden: Wer fliegt raus, wer kann bleiben? Es galt plötzlich neues Recht, das man noch nicht genügend kannte.

    In der Uni wurde den Mitarbeitern ganzer Sektionen über Nacht Hausverbot erteilt und die saßen – ohne ordentliche Kündigung – plötzlich auf der Straße, damit das neue Uni-Personal aus dem Westen, das dort im Beförderungsstau gesteckt hatte, die Lehrstühle besetzen konnte.

    Einige ältere Professoren hatten sich dafür als Vollstrecker angeboten, da sie ohnehin in den Ruhestand gehen würden. Allerdings nicht ohne eine zuvor ausgehandelte kräftige Gehaltserhöhung und eine feudale Altersversorgung entsprechend West-Tarifen zu kassieren. Die Rausgeworfenen erhielten später Arbeitslosengeld entsprechend ihrem letzten, niedrigen Ost-Gehalt und das war deutlich weniger, als das, was z.B. Spätheimkehrer aus Russland und anderen Ländern bekamen.

    Die erfolgreichste Karriere machte ein mir persönlich bekannter Altkommunist und vermutlicher OibE (Offizier im besonderen Einsatz) der Stasi, der es mach einigen Jahren bis zum Werks-Direktor brachte und in dessen Dunstkreis 5 seiner mir namentlich bekannten Genossen in den 80er Jahren dafür sorgten, dass ein missliebiger Mitarbeiter, der aus persönlichen Motiven eine Wandzeitung mit Honecker-Bild beschädigt hatte, der Stasi zugeführt wurde, von wo er nie mehr wiederkam. Seiner Frau und den Kindern wurde nach Weihnachten lediglich seine Urne zugestellt…

    Unter diesen Umständen, bei denen man hinter den Schreibtischen in den Behörden wieder die alten Gesichter erkennen mußte, bei denen weder Qualifikation, noch das bisher im Beruf Geleistete eine Gewähr dafür boten, eine existenzsichernde Anstellung behalten zu können, war das Weggehen – auch wenn es noch so schmerzte – die logische Konsequenz.

    Das war’s dann. Es war nicht mehr auszuhalten. Mitbestimmung oder wenigstens Mitarbeit bei der Neugestaltung zukunftssicherer Strukturen im Werk oder in der Uni waren nicht gefragt. Das wurde wieder alles „von oben“, aus den Direktionsbereichen mit alten SED- und Parteikadern im Verein mit den neuen Herren angeordnet und durchgesetzt. Und besonders wurden Leute von jeder Teilhabe ausgeschlossen, die zu DDR-Zeiten durch nicht linientreues Verhalten aufgefallen waren. Über brauchte man ja keine Rücksicht mehr zu nehmen. Also – Aufbruch nach Bayern, wieder bei Null anfangen und Antreten einer neuen Stelle mit fast 50 und ungewissem Ausgang.

    Leider nähern wir uns inzwischen schon wieder solchen Zuständen in einem unsouveränen Pseudostaat unter alliierter Kontrolle, sind einem Wirtschafts- und Finanzkrieg ausgesetzt, der mit Nullzins die Menschen um ihre Ersparnisse bringt. Es werden bankrotte Länder alimentiert während im Land die Armut steigt und wieder ziehen jährlich weit über 100.000 Menschen die Konsequenzen und wandern aus.
    Inzwischen ist mir das als Ost-Rentner (75+) leider nicht mehr möglich, denn dafür haben die mühsamen Jahre nach dem Exodus aus der alten Heimat nicht genug eingebracht.

    Ihnen und Ihrem Lesern wünsche ich von Herzen alles Gute, Standhaftigkeit und Mut, aufrecht weiter für die Wahrheit zu kämpfen.

    Ihr Dietmar Fürste

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    1. 2.1

      Bergwacht

      @ Dietmar Fürste

      Sie sind ein mutiger Mensch Dietmar, einer der so vieles durchschaut hat und dann noch einen Neuanfang gewagt hat als Konsequenz ! Es hat mich sehr berührt, was Sie über Ihre Lebenserfahrungen mit dem Systemwechsel schreiben. Erst heute kann ich das alles viel besser verstehen und nachvollziehen. Was für eine erneute Katastrophe sich da in Deutschland wieder ereignet hat und sie ist noch nicht zu Ende, sondern nimmt an Fahrt auf, um unser Volk endgültig zu erledigen. Jetzt müsste es eigentlich jeder, der die Augen offen hat, sehen, was sich da für ein Drama abspielt – ich denke an den Völkeraustausch.

      Dass so viele Deutsche aus Käuflichkeit und oder ideologischer Verblendung zu ihrem Vorteil (immer oben schwimmen) an diesen Machenschaften und in diesen Strukturen mitgespielt haben, wirft kein gutes Licht auf unser Volk. Ich denke dabei nicht an die „Kryptodeutschen“, die Wölfe im Schafspelz.

      Ihnen wünsche ich das Allerbeste, ein reines Gewissen, inneren Frieden und Gelassenheit !

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