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14 Kommentare

  1. Pingback: SONNE über See und Strand | Der Trutzgauer Bote | Flieger grüss mir die Sonne und grüss mir den Mond…

  2. 2

    Der Denker

    Ich, Jahrgang 1936, habe als Zweijähriger mit meinen Eltern eine KdF-Schiffsreise gemacht. Mein Vater war damals Abteilungsleiter bei der Motorschiffs-Reederei Oder in Breslau. Bilder müssen zahlreich gemacht worden sein, denn Papa war leidenschaftlicher Knipser.Er hatte wohl tatsächlich eine Leica, aber sowohl Bilder als auch der Apparat sind wohl in Breslau geblieben, als wir 1945 flüchteten.

    Meine Mutter hat immer gesagt, sie hätte ein paar Bilder, die haben mich aber leider nie interessiert. Papa starb 1959 an Angina Pectoris, während ich als freiwilliger auf dem Truppenübungsplatz war. War als Mutter 1976 starb, mitten auf dem Karriere-Trip (BWL-studium 2. Bildungsweg, dann Personalchef, Prokurist usw). Eben falsche Prioritäten gesetzt, leider.. Würde heute FAST alles anders machen. Übrigens war mein Vater nie bei der NSDAP soviel zu „nur Parteibonzen durften solche Reisen machen“.

    Natürlich kann ich mich an die KdF-Reise nicht erinnern, Infos stammen aus den begeisterten Erzählungen meiner Eltern. Ich weiß nur noch soviel aus Eigenerleben, dass es uns „saugut“ gegangen ist, ich beim Friseur immer einen „Hitlerscheitel“ wollte und mein Vater nach Kriegsende immer von seinen tollen Freunden erzählte, die alle bei der SS gewesen seien. Ich kann mich nur noch an deren schwarze Uniformen erinnern und daran, dass meine Schulkameraden neidisch waren, dass bei uns solche Leute ein- und ausgingen. Und dass wir bei Fliegeralarn immer mit dem Auto abgeholt und in einen Bunker gefahren wurden.

    Übrigens gab es bei meiner BW-Gebirgsjäger-Einheit viele Offiziere, die von „damals“ schwärmten. Wir Jungspunde hingen stets an ihren Lippen, wenn sie mit uns in einem Lokal namens Rocky Docky saßen und erzählten. Oft kamen wir viel zu spät zurück in die Kaserne, aber unsere Offiziers-Freunde übernahmen dann die Verantwortung und alles war ok.

    Antworten
    1. 2.1

      Arhegerich Od Urh

      Heil Euch Allen,
      Heil Dir „Der Denker“,

      So schöne Bilder. Und solche Berichte wie Deiner, Der Denker, sind nicht nur schön zu lesen und lassen einen gefühlsmäßig ein bischen teilhaben an dieser Zeit, sie sind auch wichtig für unsere jetzigen Kinder.

      Mein Vater war in den Sechzigern in der BW. Es war der heilige Abend und auf seiner Bude hofften alle, daß der Spieß bald käme und sie nach Hause dürften.

      Der Spieß kam auch, aber der befahl volles Kampfgepäck, fertigmachen und ab ins Gebirge. Sie waren stinksauer. Ihr Vorgesetzter, ein Hauptmann aus der Wehrmacht und natürlich schon ein älterer Mann war mit dabei und spurte im tiefsten Schnee bis auf ungefähr 2.500 Meter rauf. Dann kamen sie an eine verschneite Gebirgshütte. Alle waren fix und fertig, eigentlich schon lange nicht mehr fähig, sauer zu sein. Der Hauptmann befahl, „Alles runter, Ski an die Hütte und rein in die gute Stube.“

      Es war fast Mitternacht und sie hörten die Mitternachtsglocken aus dem Tal. Mürrisch machten sie die Hüttentüre auf und staunten, daß ihnen die Spucke wegblieb. Denn in der Hütte war der Tisch voll vom besten Essen und für die trockenen Kehlen war auch reichlich vorgesorgt. Der Hauptmann grinste über alle vier Arschbacken und sagte, „Männer ich bin stolz auf Euch, keiner hat gemurrt und durchgehalten.

      Jetzt lassen wir es uns gutgehen und morgen gehts hinunter und ihr nach Hause“. Mein Vater war Unteroffizier und erzählte immer wieder sehr gerne von „seinem“ Chef, dem Hauptmann.“

      Tja, unsere alten Wehrmachtssoldaten halt!

      Antworten
      1. 2.1.1

        Der Denker

        Ja, so waren die alten – früheren – Wehrmachts-Offiziere, die auch ich ab 1957 als Freiwilliger erlebt habe. Sie verlangten viel, waren aber fair und kameradschaftlich. Im Unterschied zum Nachwuchs, den ich während meiner Offiziers-Ausbildung Anfang der Sechziger erlebt habe. Junge Unteroffiziere ohne viel Erfahrung, die Spaß daran hatten, uns künftige Offiziere zu schleifen. Hatte dann die Nase gestrichen voll und bin als Leutnant der Reserve ausgeschieden. Habe danach keine einzige Wehrübung machen müssen. Dle ersten Jahre waren schön und ich nöchte die Erfahrungen, die ich in Mittenwald bei der 1. Gebirgs-Division gemacht habe, nicht mehr missen. An die letzten Jahre bei einer Panzer-Artillerie-Kompanie, bei der ich als Uffz-OA als Feuerleit-Offizier fungierte, habe ich nur wenig schöne Erinnerungen. Vor allem war der Kameradschaftsgeist bei den Gebirgsjägern ungleich ausgeprägter, hier waren wir echte Kameraden, bei den Panzern mehr „Bürger in Uniform“.

        Bei allen Vorbehalten war die BW damals noch eine DEUTSCHE Truppe, wenn ich heute „mein Kamerad aus dem Libanon“ höre, wie ihn ein Computer-Fachmann, der in meinem Ort wohnt, kürzlich nach einer Wehrübung nannte, schmeckt mir das Frühstück nicht mehr. Auf meinen Einwand, dass moslemische Kameraden im Ernstfall, wenn es gegen Glaubensbrüder ginge, die Seite wechseln würden, erklärte er mir, dass ich Nazi-Scheiße reden würde.

    2. 2.2

      Thomas von Thüringen

      Heil Denker,
      ich habe gerade deinen Kommentar gelesen.
      Ich bin sehr berührt von deinen ehrlichen Schilderungen.
      Mein Thema u.a. ist schon sehr lange Euch -etwas ältere Kameraden- zu ermutigen alles aufzuschreiben.
      Dann ist es in der Welt und wird zu einem Teil unserer Wahrheit und hoffentlich gleichzeitig dem ehrenden Gedenken unserer Ahnen etwas gerecht.
      Aber ganz besonders werden wir …die Nachfolgenden es bitter nötig haben, an Euren wundervollen Erinnerungen teilhaben zu dürfen.

      Auch ich würde so vieles anders machen und doch bin ich, wie wir alle, gezwungen klar zu kommen und unserer Zukunft in die Welt zu helfen.

      Eigentlich -als persönliche Bemerkung meinerseits- sehr erstaunlich wieviel Dreck und Lüge man in so einem Leben auszuhalten hat. Bin aus der DDR…da ging es für mich schon los… .

      Naja, vom Regen in die Jauche. Und ich bin sehr traurig, dass ich an diesen wunderbaren Jahren unseres Volkes nicht teilhaben konnte. Diese Bilder berühren mich wirklich zutiefst!

      Mit großem Dank,
      SH
      Thomas von Thüringen

      Antworten
  3. 3

    Der Wolf

    Phototechnisch hervorragend gestaltet! Die Bilder atmen Leben, Frohsinn und Freiheit.
    Grandios, wie die Landschaft und das Spiel von Licht, Wolken und Wind eingefangen wurden! Hier war ein Künstler am Werk.

    Antworten
    1. 3.1

      M. Quenelle

      Dr. Paul Wolff, wahrscheinlich als Selbstporträt mit Rundbrille, gehört wohl auch zur Kosher-Fraktion. Und /Gruß!

      Antworten
      1. 3.1.1

        Anonymous

        “ Kosher-Fraktion“

        Damals waren diese runden Brillen Standard, immerhin ist sie nicht in Gold gefasst. Er sieht ansonsten kein bißchen koscher aus. 1936 hätte er ansonsten eher schlechte Karten für Veröffentlichung des Buches gehabt. Aber vor allem spricht die Ästhetik der Bilder gegen deine Vermutung.

    2. 3.2

      Sebastian

      Das sehe ich genauso!

      Das möchte man gerne dabei sein.

      Menschen, die unsere Vorfahren waren,
      die soviel geleistet haben durch ihre Arbeit.
      Die Fröhlichkeit, die aus ihren Augen strahlen.

      Was haben die uns nur genommen?

      Antworten
      1. 3.2.1

        Der Wolf

        Lieber Sebastian,
        in der Tat: Was hat man uns genommen!“ – Das Besondere an diesen Bildern ist übrigens ihr eher privater Charakter. Denn aus den Dreißigern kennen die heutigen Deutschen zumeist nur die politischen Bilder von Aufmärschen, Massenveranstaltungen und dgl. Hier dagegen kann man mal einen Blick in die Alltagswelt des Dritten Reiches werfen, Menschen in ihrer Freizeit beobachten. Die Lockerheit mit der sich dieses Schauspiel vor uns entfaltet, spiegelt die allgemeine Atmosphäre wieder, was ich auch oft von älteren Leuten höre, die sagen: „Deutschland war damals ein wunderschönes Land“. Und dies ist alles auf eine Art und Weise fotographisch eingefangen, daß man selber meint, den Wind auf der Haut und „in den Haaren“ zu spüren oder den herben Duft der Landschaft wahrzunehmen.
        Man kann es einfach nicht vermeiden, man gerät ins Schwärmen. Da geht’s mir genauso wie Dir.

        Danke noch mal dem TB für diesen gelungenen Beitrag.

        Der Wolf

      2. 3.2.2

        Der Kräftige Apfel

        Dem schließe ich mich uneingeschränkt an!

        Einfach wunderbar, diese Luft zu atmen und in ihre gelösten Gesichter zu schauen.
        Wie gut, daß die technischen Errungenschaften unserer Vorfahren uns dies ermöglichen!

        Die Sonne bringt es an den Tag !!! (((c:

  4. 4

    Janine

    Bitte verteilen und veroeffentlichen

    Diese FRAGEN betreffen DICH!

    Antworten
    1. 4.1

      Kuno

      Heil Dir Janine
      Ja, das sind SchlüSSel Fragen ,die man im Gespräch stellen sollte (die zum selbst Denken anregen)
      Ich hoffe, Du kennst die Antworten !

      Heil und Segen

      Antworten
  5. Pingback: SONNE über See und Strand | Der Trutzgauer Bote | Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

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